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20. Juni 2022

Jugendliche im öffentlichen Raum
 

Wenn Jugendliche sich treffen, tun sie es meist draussen. Ob sie dabei als störend oder belebend wahrgenommen werden, wird nicht zuletzt von der Jugendarbeit beeinflusst. Gleich mehrere Projekte in Bubikon-Wolfhausen greifen die Bedeutung des öffentlichen Raumes für die Jugendlichen auf.
 

Im öffentlichen Raum interagieren Jugendliche erstmals ohne erwachsene Begleitung mit der Gesellschaft, probieren sich aus und üben soziales Verhalten ein. Bei diesen wichtigen Entwicklungsschritten kommt es manchmal zu Konflikten mit Menschen anderer Altersgruppen, die andere Bedürfnisse haben. Lärmkonflikte sind ein solches Beispiel. Solche Auseinandersetzungen sind normal und kommen auch in Bubikon Wolfhausen ab und zu vor. Bei ihrer aufsuchenden Arbeit trifft die Jugendarbeit fast ausschliesslich auf aufgestellte Jugendliche, die sich gegenseitig wertschätzen. Auch zwischen verschiedenen Gruppierungen ist die Stimmung respektvoll und anerkennend.

Jedoch haben einzelne Jugendliche den Jugendarbeitenden Jasmin Schweizer und Filipe Frangao auch anvertraut, dass sie sich derzeit im öffentlichen Raum nicht immer sicher fühlen, da sie von einer Gruppe junger Erwachsener provoziert werden. Jasmin und Filipe begleiten Betroffene bei solchen Zwischenfällen eng, zeigen ihnen Handlungsmöglichkeiten auf und vermitteln bei Bedarf den Kontakt zur Jugendintervention der Kantonspolizei. 
 

Projekte für friedliches Nebeneinander

Neben dieser unmittelbaren Begleitung von Jugendlichen im öffentlichen Raum, setzen die Jugendarbeitenden alles daran, eine wohlwollende Stimmung in der ganzen Bevölkerung zu schaffen, um ein friedliches Nebeneinander zu fördern. So geht das Projekt "Plauderbänkli" bereits in eine zweite Runde: Weitere Sitzbänke in der Gemeinde werden mit einem "Plauderbänkli"-Schild versehen und laden so die Ruhenden ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Das Projekt wurde vor zwei Jahren von der MOJUGA Stiftung initiiert und wird seither in Zusammenarbeit mit der Pro Senectute in mehreren Gemeinden durchgeführt.

Spannend war auch das Projekt “Nimm Platz“, das am vergangenen Freitag stattfand. Die Offene Jugendarbeit war einen Nachmittag lang mit einem Freilichtwohnzimmer neben der Bibliothek Bubikon präsent und lud Interessierte zum Sitzen und Plaudern ein. Manche liessen sich auch gerne auf eine Partie am Töggelikasten ein, der eine ganze Woche an diesem Standort stehen blieb und gratis von allen Passantinnen und Passanten genutzt werden konnte. Die Aktion fand kantonsweit statt und sollte auf die Bedeutung des öffentlichen Raums als Freiraum und Bildungsraum für Jugendliche hinweisen.
 

Bauwagen in neuem Kleid

Weitere Aktionen und Projekte sind in den nächsten Monaten geplant. Der Bauwagen, der – teilbegleitet von der Jugendarbeit – von einzelnen Jugendgruppierungen für jeweils drei Monate genutzt wird, bekommt ein neues Gewand. Bereits in den letzten Wochen haben ihn engagierte Jugendliche mit Unterstützung von Jasmin und Filipe entkernt sowie neue Wände verbaut und Böden verlegt. Nun soll der Wagen isoliert und innen eingerichtet werden. Zu diesem Zweck steht er derzeit vor dem Jugi Wolfhausen. Sobald er wieder als Treffraum genutzt werden kann, wird er wie bis anhin auf dem Ritterhausparkplatz oder an der Ortsausfahrt Wolfhausen stehen.

Für Schülerinnen und Schüler, die nach den Sommerferien in die Oberstufe übertreten werden, ist ein Welcome-Nachmittag geplant. Am Samstag, 9. Juli, werden die Jugendarbeitenden sie im Jugi zum gemeinsamen Mixen von Fruchtcocktails empfangen. Von 15 bis 17 Uhr haben sie so die Möglichkeit, Räumlichkeiten und die Jugendarbeitenden (besser) kennenzulernen.

Weitere Informationen zu Öffnungszeiten und Angeboten unter jugendarbeit-bubikon-wolfhausen.ch
 

Kontakt : Alexandra Matulla, Jugendbeauftragte, 079 941 34 32, alexandra.matulla@mojuga.ch